Es gibt Uhren — und es gibt Kreationen, die die Grenzen dessen, was eine Uhr überhaupt sein soll, völlig ignorieren. Die Jacob & Co. Billionaire Double Tourbillon Angel Cut ist genau so ein Stück. Hier geht es nicht um diskreten Luxus oder subtile Eleganz, sondern um maximale Vision, wo Haute Horlogerie auf High Jewellery auf allerhöchstem Niveau trifft. Die Lancierung markiert zudem das 40-jährige Jubiläum der Marke und signalisiert einen klaren Wandel für Jacob & Co.: weg von klassischen Diamantschliffen, hin zu etwas ganz Eigenem.

Ein neuer Diamantschliff: der Angel Cut
Das Revolutionärste hier ist nicht einmal die Uhr selbst — es ist der Diamant. Der Angel Cut ist ein völlig neuer, patentierter Schliff, von Jacob & Co. über zwei Jahre hinweg im eigenen Haus entwickelt. Er beruht auf 37 präzise gestalteten Facetten, einer einzigartigen rautenförmigen Tafel und einer abgestuften rechteckigen Kontur mit abgeschrägten Ecken.
Das Ergebnis ist ein Diamant, der sich anders verhält als klassische Schliffe. Statt aggressiver Brillanz erhält man etwas Kontrollierteres und Raffinierteres: eine gleichmäßigere Lichtverteilung, weniger „Blackout“-Zonen und ein durchgehenderes Glühen über den ganzen Stein. Es ist eine technische Lösung für ein klassisches Problem — das Gewicht des Rohsteins zu behalten und zugleich die Lichtrückgabe zu maximieren. Und ja, die Zahl 37 ist kein Zufall: Sie steht für die 37 Ehejahre zwischen Gründer Jacob Arabo und seiner Frau Angela (nach der der Schliff benannt ist) und verleiht dem ganzen Konzept eine unerwartet persönliche Dimension. Es ist der erste völlig neue Schliff der Marke in den zwölf Jahren seit dem 288-facettigen Jacob Cut.

298 Diamanten — totaler Wahnsinn
Wer findet, dass viele Uhren heute „ein bisschen zu viele Diamanten“ haben, der erlebt hier etwas ganz anderes. Dieses Modell ist mit 298 Diamanten besetzt, rund 79 Karat, wovon der Angel Cut über 50 Karat ausmacht — 98 Angel-Cut-Steine allein auf dem Gehäuse.
Das Weißgoldgehäuse (54 x 41 mm) ist im Grunde selbst eine Lichtquelle. Was es zusätzlich verrückt macht: Viele der Steine sind ungewöhnlich groß — etwas, das normalerweise Solitären vorbehalten ist, nicht vollständig pavierten Uhren. Das Zifferblatt führt dasselbe Thema fort, mit 88 weiteren Angel-Cut-Diamanten und Baguettesteinen, die die zwei Tourbillonöffnungen in perfekter Symmetrie einrahmen.

Doppeltourbillon — Mechanik, die zur Oberfläche passt
Hinter all dieser Brillanz steckt wirklich ernsthafte Uhrmacherei. Die Uhr wird vom Kaliber JCAM50 angetrieben, einem handaufgezogenen Werk mit 460 Komponenten und zwei fliegenden Tourbillons bei 12 und 6 Uhr, das mit 3 Hz und rund 72 Stunden Gangreserve läuft. Es ist nicht nur eine technische Lösung — es ist ein visuelles Statement. Das Doppeltourbillon erzeugt ein Spiegelbild der Balance, in dem die Symmetrie der Mechanik auf die Symmetrie der Diamantfassung trifft. Durch den Saphirboden erlebt man etwas völlig anderes: eine skelettierte Konstruktion, in der Tiefe, Transparenz und Bewegung die Oberhand über die blendende Vorderseite gewinnen.
Die Billionaire-Kollektion — die äußerste Grenze
Die Billionaire-Serie war schon immer der extremste Ausdruck von Jacob & Co. Seit ihrem Debüt 2015 haben frühere Modelle die Grenzen bereits mit enormen Karatgewichten und ikonischen Schliffen wie Smaragd und Asscher verschoben. Mit dem Angel Cut geht die Marke den nächsten Schritt: weg vom Gebrauch bestehender Formsprachen, hin zur Definition der eigenen. Das ist nicht mehr nur eine Uhr mit Diamanten — es ist eine Plattform für Innovation in der Gemmologie.

Für wen ist diese Uhr?
Das ist kein Modell, das man mit anderen Uhren vergleicht. Es existiert in einer eigenen Kategorie. Es richtet sich an Sammler, die bereits alles haben, an Kunden, die sich zwischen High Jewellery und Haute Horlogerie bewegen, und an Menschen, die etwas suchen, das niemand sonst hat. Limitiert auf nur 18 Exemplare und zum Preis von 3,4 Millionen USD — an einem blauen Alligatorband mit diamantbesetzter Weißgoldschließe — ist sie ebenso ein Sammlerobjekt wie ein technisches und künstlerisches Statement.
Eine neue Richtung für Luxusuhren
Jacob & Co. zeigt hier, dass Innovation nicht nur Werke betrifft — sie betrifft ebenso Materialien, Licht und die Art, wie eine Uhr visuell erlebt wird. Der Angel Cut ist nicht nur ein neuer Schliff. Es ist eine neue Denkweise darüber, wie Diamanten in einem Uhrenumfeld funktionieren, wo das Licht oft begrenzt und die Oberflächen komplex sind. Für weitere Extreme der Marke 2026 siehe unsere Beiträge zur Bugatti Tourbillon Sapphire Crystal und der musikalischen Godfather II.
Was ist der Angel Cut?
Ein proprietärer, patentierter Diamantschliff, von Jacob & Co. über zwei Jahre im eigenen Haus entwickelt, mit 37 Facetten, rautenförmiger Tafel und abgestufter rechteckiger Kontur mit abgeschrägten Ecken — für eine gleichmäßigere, durchgehende Lichtrückgabe. Seine 37 Facetten ehren die 37 Ehejahre von Gründer Jacob Arabo mit seiner Frau Angela.
Wie viele Diamanten und welches Werk?
298 Diamanten mit rund 79 Karat (über 50 Karat Angel-Cut-Steine), gefasst auf einem 54 x 41 mm großen Weißgoldgehäuse, mit dem handaufgezogenen Kaliber JCAM50, das zwei fliegende Tourbillons bei 12 und 6 Uhr antreibt.
Wie limitiert ist sie und was kostet sie?
18 Exemplare, zum Preis von 3,4 Millionen USD, lanciert zum 40-jährigen Jubiläum von Jacob & Co.

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